Es war keine verschwendete Zeit, dass ich heute zum LG Berlin gefahren bin. Die von mir gestern angekündigte Widerspruchsverhandlung zu einstweiligen Verfügungen des 1. KHK Gerhard L. gegen den Verlag 8. Mai als Herausgeber der Tageszeitung “Junge Welt” war ein echtes Spektakel, dass, wie der jungen Welt von heute zu entnehmen ist, leider mit einer verheerenden Niederlage für die Pressefreiheit in Deutschland geendet hat.
Wie die linke Zeitung “Junge Welt” heute berichtet, führt BKA-Hauptkommissar Gerhard L., der trotz eines wandelnden Alibis nach wie vor im Verdacht steht, unter dem Decknamen Sam an der Folter von Khaled El-Masri beteiligt gewesen zu sein, ein äußerungsrechtliches Verfahren vor dem LG Berlin gegen die “Junge Welt”. Am morgigen Donnerstag wird dazu vor dem mir auch bereits bestens bekannten LG Berlin eine mündliche Verhandlung stattfinden:
Sache: Gerhard L. ./. Junge Welt
Ort: Landgericht Berlin, Tegeler Weg 17-21, Raum 143, 12 Uhr
Zeit: Donnerstag, den 7.12.2006
Laid Saidi ist ein wichtiger Zeuge im spektakulären Entführungsfall Khaled El Masri. Er war Zellennachbar von Khaled El Masri im von der CIA betriebenen Foltergefängnis Salt Pit in Afganistan. Gern würde die Staatsanwaltschaft München ihn als Zeugen hören. Laid Saidi hat sich auch bereit erklärt, auszusagen, möchte jedoch seinen Rechtsbeistand aus der Heimat bei sich wissen. Folgt man einem Bericht vom Montag im R-Archiv, verweigert das auswärtige Amt dem Rechtsbeistand von Laid Saidi jedoch scheinbar grundlos die Einreise. (weiterlesen…)
Über einen Beitrag im R-Archiv von Ewald T. Riethmüller habe ich heute davon erfahren, dass mit Laid Saidi ein Zellennachbar von Khaled El Masri aufgetaucht ist, der nun Reportern für einen Bericht in der New York Times ausführlich von seiner Folterhaft berichtet hat. (weiterlesen…)
Tagesschau.de meldet heute, dass im Zuge der Aufklärung des Verbrechens der Entführung des radikalen Predigers Abu Omar aus Mailand im Jahre 2003 durch die CIA nun Führungskräfte des italienischen Geheimdienstes SISMI inhaftiert worden sind. (weiterlesen…)
Wie groß die Nöte der deutschen Machthaber bei der Vertuschung ihrer Verstrickungen in den Fall des von der CIA entführten und gefolterten Khaled El Masri sind, läßt sich wohl am besten daran ermessen, dass sie es für nötig gehalten haben, Khaled El Masri und seinen Anwalt Manfred Gnjidic - illegalerweise - abzuhören. (weiterlesen…)
Zynischer geht es eigentlich nicht. Was Richter T.S. Ellis letzte Woche vom Stapel gelassen hat, um die Klage von Khaled El Masri gegen den ehemaligen Chef der CIA, George Tenet, wegen Entführung und Folter abzuweisen, ist eine moralische Bankrotterklärung. (weiterlesen…)
Der MDR weißt darauf hin, dass heute vor dem Amtsgericht Schönebeck im Bundesland Sachsen-Anhalt der Prozeß gegen drei 16-jährige Jugendliche und einen 20-jährigen Heranwachsenden beginnt, die am 9. Januar einen damals 12-jährigen Jungen schwarzer Hautfarbe überfallen und gefoltert haben. (weiterlesen…)
Kurz nachreichen möchte ich einen Hinweis auf einen meiner Meinung nach lesenswerten Artikel des R-Archivs vom 19. April, der sich mit der Frage beschäftigt, wer Sam ist. (weiterlesen…)
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