Zur Abwechselung gibt es heute mal wieder etwas aus der Rubrik Telefonterror zu berichten. Gerade eben hat mich mit starkem Hamburger Akzent Herr B. von einer “Cosmocolor GmbH direkt aus dem Werk in Hamburg” angerufen, der mir erklärte, er möchte Herrn Marcel Bartels sprechen und meinte, er habe erfahren, ich würde meinen Druckertoner immer noch selber kaufen und hätte Interesse an preiswertem Druckertoner. Ach?
Er wolle mich nun davon überzeugen, meinen Druckertoner preiswert direkt beim “Werk” in Hamburg zu kaufen. Die Frage, wo er meine Telefonnummer her habe, beantwortete er damit, dass ein Mitarbeiter meines Hauses einem Marktforschungsinstitut in einer Umfrage erklärt habe, ich hätte Interesse an preiswertem Druckertoner. Ach?
Die Frage, wie das damit zusamengeht, dass ich gar keine Mitarbeiter habe und ganz sicher keinerlei Daten an ein Marktforschungsinstitut rausgebe, habe ich ihm ebenso erspart wie die Information, dass meine Telefonnummer seit Jahren auf der Telefonrobinson-Liste steht. Statt dessen habe ich Herrn B. gefragt, wie das Marktforschungsinstitut denn heißen würde. Daraufhin meinte er etwas unsicher Secret Office. Ach?
Unter dem Stichwort “Secret Office” kann ich bei Google in Deutschland zwar nichts passendes finden, aber deshalb zu behaupten, Herr B. hätte sich das nur ausgedacht, liegt mir natürlich fern. Stattdessen habe ich Herrn B. dann gefragt, ob sein Werk, die Cosmocolor GmbH denn eine Webseite habe, wo ich mich informieren könne. Nach einiger Suche in seinem Haus nannte Herr B. mir dann die Adresse www.cosmocolor.de. Ach?
Auf der Webseite ist zwar keine CosmoColor GmbH verzeichnet, sondern lediglich ein CosmoColor c/o S.M.P. Sign Systems GmbH, aber immerhin schon mal eine Hamburger Telefonnummer. Ob Herr B. einfach eine fremde Webseite angegeben hat, oder ob Herr B. tatsächlich zur CosmoColor c/o S.M.P. Sign Systems GmbH gehört, kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber an seiner Geschichte mit dem Werk in Hamburg begann ich, keine Ahnung warum, nun doch leicht zu zweifeln.
Herr B. meinte aber dann wohl, er hätte mir genug von sich erzählt, und fragte, welchen Laserdrucker ich denn einsetze, woraufhin ich Herrn B. erklärt habe, dass ich grundsätzlich keine Daten zu mir herausgebe und ob er denn eigentich wisse, wer ich sei und was ich mache.
Herr B. meinte, ich mache irgendwas mit Datenverabeitung. Ich habe Herrn B. daraufhin erklärt, dass ich mich auf meiner Webseite unter anderem mit Cold Calling beschäftige. Herr B. meinte, ja, das sei doch Datenverarbeitung, das habe er doch gesagt. Ach?
Als ich Herrn B. dann erklärte, dass sein Anruf, mit dem er mich gerade belästige, ein rechtswidriger Cold Call sei, und ich gedenke, dazu einen Artikel zu veröffentlichen, ist Herr B. pampig geworden. Was mir denn einfiele, seinen Anruf als rechtswirdig zu bezeichnen, aber ich könne ruhig bei meiner Meinung bleiben. Ich könne dazu ruhig was veröffentlichen, er warte da drauf und dann hat er einfach aufgelegt. Na sowas.
Vielleicht sollte ich Anrufer das nächste Mal besser an Frank verweisen, wenn wieder jemand versucht, mir mit einem Cold-Call und plumpen Lügen irgendwas aufzuschwatzen?
PS: Meinen Druckertoner kaufe ich übrigens preisgünstig als Refill bei einer netten freundlichen Kleinunternehmerin hier gleich um die Ecke.
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Mensch, Stoiber hat sich verabschiedet und Du beschäftigst Dich mit Cold-Calls?
@Tony
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich Geschichten über Cold-Calls bei mir nur bringen kann, so lange sie mir noch frisch im Gedächtnis sind. Und wenn ich über einen Cold-Call bei mir nicht berichte, dann macht es keiner und das Faktum ist weg. Was ohnehin in der Zeitung steht, kann ich auch später noch kommentieren.
Danach war erstmal ein Artikel zur Verabschiedung des Telemediengesetzes dran, den ich für wichtiger halte als den finalen Abgang eines Scheintoten. Wär doch blöd, wenn durch die Ankündigung des Rücktritts von Edmund Stoiber die wichtigste Nachricht des Tages untergehen würde.
Und erst dann war mit dem Artikel “Ausgespitzelt: bye-bye Edmund Stoiber” die nächste Etappe des Abgangs von Edmund Stoiber dran, über den ich schon seit Ende Dezember berichtet habe.
Sehr geehrter Herr Bartels,
wir legen Wert darauf, dass von Ihnen an dieser Stelle folgende Veröffentlichung erfolg:
Die Firma S.M.P. GmbH, welche den online-shop www.cosmocolor.de betreibt, hat mit dem beschriebenen Vorgang des “cold callings” nichts zu tun.
gez. Peter W. Schulz, GF S.M.P.
p.s.: Wir legen auf diese Gegendarstellung besonderen Wert, da von uns auch Drucker-Toner vertrieben wird, allerdings nur für den professionellen Einsatz in Großformatdruckern. Unsere Kunden könnten durch Ihre Veröffentlichung irritiert werden.
Im übrigen emfinde ich ebenfalls diese unerwünschten
Anrufe als besonders störend.
Sehr geehrte Damen und herren,
seit vielen Jahren verkaufe ich am telefon ware von Blindenwerkstätten.
ich rufe die geschäftsleute und Angestellte im höheren Dienst direkt ohne Vorankündigung an….und ich darf das auch.
Privatleute hingegen dürfen nicht direkt angerufen werden.
Genau deshalb wird auch aus der SPD nichts mehr HerrXXX , weil sie dort Feindbilder schafft wo keine sind.
Was ist den so schlimm am Direktverkauf, solange keine unmündigen Bürger betrogen werden.Gott sei Dank kaufen immer wieder gutmütige Menschen unsere hochwertige Blindenware, denn das zeigt mir die guten Werte unserer Gesellschaft.Ewiggestrige unmündige und kaufmännisch eingeschränkte Regelreiter versauen unser Land anstatt es aufzubauen.
Wenn Sie sich belästigt fühlen legen Sie am besten einfach auf und tun etwas produktives, anstatt in Stasinamier zu schnüffeln.Letztendlich wollen Sie sich mit diese überflüssigen Webseite nur wichtigtun.
Es gibt wohl keine weißen Schafe im telemarketing, aber Gottseidank viele graue und leider auch einige schwarze.Wenn Sie an diese vollidioten geraten sind so beten Sie für diese Menschen so wie ich es nun für sie tun werde.
Gruß
Holger Christoph